10 Mai, 2009

Triathlon Obergrafendorf

Bledende Schönheit verringert den Wasserwiderstand ebenfalls

Samstag war es soweit, für den ersten Olympischen Triathlon dieser Saison anzutreten. Und das, ohne zuvor einen Meter im Freiwasser geschwommen zu sein. Die arktischen Wassertemperaturen der letzten Wochen hatten jeden Gedanken daran sofort wieder in Richtung Schwimmbad inklusive warmer Dusche gelenkt.


Eventuell sollte ich mein Schwimmtraining auch anpassen


Auch der Ebersdorfer Tümpel blieb von den tiefen Temperaturen nicht verschont, und somit war die Lacke vor allem eisig. Nachdem der Startschuss gefallen ist, war das aber kein Problem. So eng war es noch nie, und ich bin ehrlich froh, dass das nicht mein erster Triathlon war. So oft und so heftig wie dieses Mal wurde ich noch nie hergebirnt. Scheinbar dürften die Streicheleinheiten gewirkt haben, da ich auf der Schwimmstrecke doch eine ganz gute Zeit hingelegt habe. Zumindest für meine Verhältnisse.

Yeah, Klaus-M. in Action

Beim Radfahren haben sich die gesteigerten Umfänge bereits bemerkbar gemacht. Leider hat mir der Gegenwind in der letzten Runde doch noch einen ordentlichen Strich durch die Rechnung gemacht. In der Gesamtplazierung macht sich mein Radtraining zwar auch noch nicht unbedingt bezahlt, aber ich bin dennoch zufrieden. 33km/h Schnitt sind es letztendlich geworden, und damit 1:12:53 Stunden. Allerdings ist die Radstrecke über 41km lang. Auf der 37,5km langen Radstrecke am Stubenbergsee habe ich noch 1:10 Stunden benötigt. Da ist also doch ordentlich etwas weiter gegangen im Vergleich zum Vorjahr.

Für einen Kuss muss immer Zeit sein

Die Laufstrecke war zwar ein paar Meter kürzer, als die versprochenen 10km, doch trotz allem nicht unbedingt für Bestzeiten geschaffen. Nicht nur, dass die Temperatur während des Bewerbs deutlich angezogen hat, sondern auch die 800m pro Runde auf Gras und Schotter waren nach dem harten Radsplit deutlich spürbar. Schön war auch der Moment, als sich in der letzten Runde ein Läufer vor mir an einem Straßenschild übergeben hat. Wenn man selbst schon mit dem Magen zu kämpfen hat, spornt einen das an, noch ein bisserl zuzulegen, um ein paar Meter Abstand zu gewinnen.

Abflug

Was nehme ich aus dem Wettkampf mit? Mein Schwimmen passt für meine Verhältnisse absolut, und das Radln ist im Aufbau. Auffallend langsam sind allerdings die Wechselzonenzeiten. Gerald, den ich vom Marathon in Forenz kenne, hat mir alleine schon 1:09 Minuten beim Wechseln abgenommen (ganz zu schweigen vom Schwimmen). 3:30 Minuten habe ich mir insgesamt Zeit genommen, Dany war schon nach 2:58 durch, Gerald brauchte überhaupt nur 1:51. Unangefochtener Wechselzonen-King ist allerdings Klaus, der wirklich alle Features der schattigen Wechselzone in 5:14 Minuten auskostete. Als Konsequenz habe ich mir jetzt jedenfalls die Schnellspanner-Schubänder auf meine Wettkampfschuhe aufgezogen. Mal sehen was das bringt. Und ich werde mich wohl ein paar mal probeweise aus meinem Neo schälen. Der sandige Boden war beim Wechseln halt auch nicht super - wenn man Füße wie Schnitzel hat, dann ist das beim Radln nicht unbedingt angenehm.

Super war hingegen wieder einmal die Anfeuerungs-Mannschaft. Kathy, meine Eltern und sogar Nico hatten sich am Streckenrand eingefunden, und ordentlich gejubelt. Ist immer wieder faszinierend, wie sehr einen das anschiebt. Das hat besonders beim Laufen geholfen. In dem kaputten Zustand, in dem ich vom Rad gekippt bin, wären sonst keine 44:02 Minuten mehr drin gewesen. Also auch diesmal wieder: vielen Dank für's dabei sein und Fotos machen.

Klaus, Klaus-M., Dany, Nico, die Süße und der Verschwitzte

Nachdem ich nun vier Wochen in Folge durchgehen einen Wettkampf absolviert habe, ist nun mal für ein paar Wochen Ruhe. Das heißt nicht, dass es jetzt locker dahin gehen würde. Nächste Woche steht ganz im Zeichen des Radlns. Ich werde zusammen mit Alex diverse Bergpässe unsicher machen, und dabei meine Radform in unglaubliche Höhen katapultieren. Ich bin schon gespannt, wie sehr sich eine derartig fokussierte Trainingswoche auswirken wird.