03 Juli, 2009

Ironman, ich wär dann soweit

Jetzt ist alles getan, was man tun kann. Am Sonntag ist Ironman in Klagenfurt, und ich stehe am Start. Vielleicht nervöser als letztes Jahr, denn damals hieß es nur "durchkommen", diesmal habe ich eine Vorgabe.

Letztes Jahr habe ich mich mit 4.607km Training in 266:30 Stunden auf den Ironman vorbereitet. Dazu hatte ich eine Trainingswoche mehr zur Verfügung. Diesmal habe ich 4.478km und 242:55h am Plan stehen. Der Unterschied kommt allerdings nicht von der fehlenden Woche, sondern vom Februar - da war ich nämlich durchgehend krank. Und leider ist mir darauf ein ganz klassischer Fehler passiert: ich habe versucht, den fehlenden Monat durch übermäßiges Training auszubessern, und mir damit ein moderates Übertraining eingehandelt. Das schlägt zum einen auf die Wettkampfergebnisse, bei denen ich heuer durchgehend unter meinen Erwartungen liege, und zum anderen auf die Motivation.

Allerdings gibt es zum Glück so etwas wie Tapering - also die Vorbereitungszeit in den letzten Wochen vor dem Wettkampf. In den letzten zwei Wochen konnte ich meine Motivation halbwegs wiederherstellen, und mir vor allem eines in Erinnerung rufen: ich mache jetzt seit drei Saisonen Training, das voll auf die Langdistanz ausgerichtet ist. Klar, dass man damit bei den kürzeren Bewerben nicht unbedingt schneller wird.

Das Ziel heißt dieses Mal einfach, die Zeit vom Vorjahr zu halten. Kein Stress. Den Wettkampf genießen. Das ist mir zuletzt ein wenig abhanden gekommen. Mal sehen, wie sich das Training dieses Jahr nach ordentlichem Tapering bezahlt macht. Und was die Zuschauer in Klagenfurt beim Anfeuern drauf haben. Und natürlich meine Süße. Und ich.