an Popokrebs sterben. Zumindest nicht in absehbarer Zeit.
Die Geschichte der Hautärzte ist eine Geschichte voller Missverständnisse. Aktuell bin ich der Meinung, dass die "Hautärzte" heißen, weil man ihnen am liebsten eine reinhaun will. Vielleicht nicht allen, aber dem letzten, bei dem ich war definitiv schon. Dabei war ich ja nur bei ihm, weil zwei andere mich nicht wollten. Termin? Frühestens im November.
So hat es mich also zu Dr. Zloczower in Mödling verschlagen (ha, diese subversiven Wortspielereien!). Warum? Weil ich plötzlich einen schwarzen Fleck am Hintern (linke Pobacke) hatte. Mir war sofort klar, dass es sich dabei um ein bösartiges Melanom im Endstadion handeln muss. Klare Erwartungshaltung: ich hin, und mir wird mindestens eine Arschbacke abgeschnitten, und zwar einfach so.
Leider habe ich erst etwa eine Woche nach meiner Entdeckung einen Termin bekommen. Als es dann endlich so weit war, war ich zwar dort, aber mein Melanom weg. Ich wollte schon gar nicht hingehen, aber Kathy hat kluger Weise gemeint: trotzdem anschaun lassen. Eh klar. Kann ja auch weißer Hautkrebs sein.
Der Doktor mit dem unaussprechlichen Namen hat das nicht so gesehen. Zugehört hat er auch nicht. Er wollte das Ding ZWISCHEN den Backen suchen, wo ich ausdrücklich AUF DER LINKEN gesagt hatte. Schlimmeres konnte ich zum Glück noch vor Handgreiflichkeiten verhindern. Dann meinte er: nix zu sehen. Dass ich das abklären wollte fand er offensichtlich blöd, und machte auch keinen Hehl daraus. Zum Glück hatte ich ein Foto mit. Man kann ein tödliches Popobackenmelanom nämlich trotz jedweder Verrenkung kaum im Spiegel sehen - mit einem Foto von sich selbst geht das viel leichter. Das hat ihn sehr beeindruckt. Er wollte sofort wissen welche Kamera ich benutzt hatte, war danach aber wieder normal unfreundlich, und meinte: "das nächste Mal machens von mir aus zehn Bilder und ein Video und stellen sie's ins Internet, aber jetzt kann ich nichts mehr machen". Genau das mach ich auch grade. Schönes Web2.0. Vielleicht mach ich auch eine Facebook-Seite für Personen die dem Popokrebs gerade noch so entkommen sind. In jedem Fall geh ich definitiv aber nicht mehr zu einem Arzt, der so kundenorientiert wie eine Faschiermaschine ist.