So begab es sich vor etwa einem Monat, dass ich - angespornt durch Christopher McDougalls "Born To Run" (danke Ira für die Empfehlung!) - etwas an meinem Laufstil ändern wollte. Ich erspare Euch jetzt die Details (doch nicht - siehe Video), wie, warum und was anders ist, und komme zum Punkt: ich habe also begonnen Barfuß zu laufen.
Natürlich ist es bei mir nicht einfach mit einer Runde ohne Patschen getan. Ich wollte den Streak. War wohl der kürzeste, der jemals gelaufen wurde, denn mit einem Mal war es gegessen. Barfuß laufen ist nämlich anders, und zwar nochmals anders, als ihr Euch das jetzt eh schon selbst denken könnt.
Ich bin (sehr lässig) von meiner Wohnung durch den Park gejoggt, über die Brücke, über den Weg zur... Aua! Lästiger Stein hat sich in der Fußsole versenkt. Kurze Kontrolle: der Stein ist kein Stein, sondern eine ca. 5cm große Blase, die sich mit einem Blut-Wassergemisch gefüllt hat (Nona, Bier wird wohl kaum drin sein). Davon habe ich nicht eine, sondern gleich zwei ausgefasst - pro Fuß. Der linke Fuß kann darüber hinaus noch mit einer besonders blutigen Blase an der mittleren Zehe punkten.
Wer jetzt noch wetten mag, der darf - die Frage lautet: wie weit bin ich bisher gelaufen? Die richtige Antwort lautet knapp 800m. Meine Herren, achthundert Meter (ein bisschen mehr als drei Minuten), und ich bin bereits so bedient, dass ich nur mehr wimmernd heimhoppeln kann. Aber danke, was hab ich mir da wieder ausgedacht.
Mit der Aktion habe ich mich auch gleich vom Badener Stadtlauf am Sonntag abgemeldet, bei dem die Kathy erfolgreich einen zweiten Platz abgeräumt hat. Wieder mal - wir wissen eh schon nicht mehr, wo wir die Pokale noch parken sollen. Ich werde also bei den Events ohnehin nicht mehr so dringend gebraucht.
Natürlich mache ich unbedingt weiter. Allerdings warte ich, bis die Hautfetzen wieder zu etwas fußähnlichem verwachsen sind. Oh, und Entschuldigung an alle, die gehofft haben, ich poste als nächstes nichts grausliches. Gute Nacht!